Die drei echten Gründe
- Die AGB der Bank. Fast alle Direktbanken schließen gewerbliche Nutzung privater Konten aus. Wer es trotzdem tut, riskiert die Kündigung – und dann ist das Konto weg, von dem gerade alle Kunden abbuchen.
- Die Betriebsprüfung. Wird ein gemischtes Konto vorgelegt, darf der Prüfer alle Bewegungen ansehen, auch die privaten. Ein getrenntes Konto begrenzt den Einblick auf das Betriebliche.
- Die Buchhaltung. Mit getrenntem Konto ist die EÜR eine Stunde Arbeit im Monat. Mit gemischtem Konto ist sie das Aussortieren von 200 Zeilen.
Was beim Vergleich zählt
| Kriterium | Worauf achten |
|---|---|
| Grundgebühr | 0–30 € im Monat. Kostenlose Konten sind meist an Bedingungen geknüpft – Mindestumsatz, reine Onlineführung, kein Bargeld. |
| Buchungsposten | Inklusivbuchungen und der Preis danach. Bei vielen kleinen Zahlungen entscheidet das mehr als die Grundgebühr. |
| Bargeld | Wer Bargeld einzahlt – Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel – braucht eine Filialbank oder zahlt pro Einzahlung. |
| Unterkonten | Sehr nützlich: ein Unterkonto für Umsatzsteuer und Einkommensteuer-Rücklage. Was dort landet, gehört nicht dir. |
| Schnittstellen | Export als CSV oder camt für den Steuerberater. |
| Einlagensicherung | bei EU-Instituten ohne deutsche Banklizenz genau hinsehen |
Für die GmbH: das Konto vor der Eintragung
Bei GmbH und UG braucht es das Konto vor der Handelsregisteranmeldung – das Stammkapital muss eingezahlt und der Nachweis dem Notar vorgelegt werden. Das Konto wird auf die Gesellschaft „in Gründung“ eröffnet, mit dem beurkundeten Gesellschaftsvertrag.
Rechne mit drei bis zehn Tagen für die Kontoeröffnung – bei Kapitalgesellschaften mit Legitimationsprüfung aller Gesellschafter oft länger. Das ist regelmäßig der langsamste Schritt der ganzen Gründung.
Und die IBAN auf der Rechnung
Die Bankverbindung ist keine gesetzliche Pflichtangabe nach § 14 UStG – aber ohne sie kann niemand zahlen. Was tatsächlich auf die Rechnung muss, steht auf Pflichtangaben.
Zwei Kleinigkeiten, die Geld schneller ins Haus bringen: Prüfe die IBAN einmal mit dem IBAN-Check – ein Zahlendreher kostet Wochen. Und leg einen GiroCode auf die Rechnung: Der Kunde scannt, das Formular ist ausgefüllt, der Verwendungszweck stimmt.
Die erste Rechnung kommt schneller, als du denkst.
ZackFertig prüft beim Tippen jede Pflichtangabe nach § 14 UStG, rechnet die Umsatzsteuer aus und macht daraus ein fertiges PDF. Ohne Konto, ohne Abo, unbegrenzt kostenlos – auch der Kleinunternehmer-Hinweis steht automatisch drin.
Erste Rechnung schreiben – kostenlosHäufige Fragen
Ist ein Geschäftskonto Pflicht?
Für GmbH, UG und AG ja. Für Einzelunternehmer, Freiberufler und GbR nicht – dort ist es eine Frage der Banken-AGB und der Praktikabilität.
Darf ich mein privates Konto nutzen?
Rechtlich als Einzelunternehmer ja. Die AGB der meisten Banken verbieten es allerdings, und bei einer Prüfung wird das gesamte Konto einsehbar.
Was kostet ein Geschäftskonto?
Von 0 € bei Onlinebanken mit Bedingungen bis rund 30 € monatlich bei Filialbanken mit Bargeldservice. Entscheidend sind die Buchungsposten und die Bargeldkosten, nicht die Grundgebühr.
Brauche ich ein Geschäftskonto als Kleinunternehmer?
Keine Pflicht, aber dieselben drei Gründe gelten. Ein einfaches kostenloses Konto reicht dafür völlig.
Kann ich das Konto später wechseln?
Ja, aber es macht Arbeit: Lastschriftmandate, Kunden, Finanzamt und Verträge müssen umgestellt werden. Lieber einmal ordentlich wählen.
Rechtsgrundlagen
Diese Seite stützt sich auf folgende Vorschriften. Wir nennen sie, damit du selbst nachlesen kannst – nicht als Ersatz für eine Beratung im Einzelfall.
- § 7 Abs. 2 GmbHG – Einzahlung des Stammkapitals vor der Anmeldung
- § 146 AO – Ordnungsvorschriften für die Buchführung und Aufzeichnungen
- § 14 UStG – Pflichtangaben auf der Rechnung – die Bankverbindung gehört nicht dazu