Braucht man ein Geschäftskonto?

Gesetzlich nur für Kapitalgesellschaften. Praktisch für alle, die ihre Nerven mögen.

Stand: August 2026 · geprüft an den geltenden Vorschriften

Pflicht ist es nur für GmbH, UG und AG – dort ist das Gesellschaftsvermögen rechtlich vom Privatvermögen getrennt, also muss es das auch faktisch sein. Einzelunternehmer, Freiberufler und GbR dürfen ihr privates Konto benutzen. Nur wollen sie das meistens nicht.

Die drei echten Gründe

Was beim Vergleich zählt

KriteriumWorauf achten
Grundgebühr0–30 € im Monat. Kostenlose Konten sind meist an Bedingungen geknüpft – Mindestumsatz, reine Onlineführung, kein Bargeld.
BuchungspostenInklusivbuchungen und der Preis danach. Bei vielen kleinen Zahlungen entscheidet das mehr als die Grundgebühr.
BargeldWer Bargeld einzahlt – Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel – braucht eine Filialbank oder zahlt pro Einzahlung.
UnterkontenSehr nützlich: ein Unterkonto für Umsatzsteuer und Einkommensteuer-Rücklage. Was dort landet, gehört nicht dir.
SchnittstellenExport als CSV oder camt für den Steuerberater.
Einlagensicherungbei EU-Instituten ohne deutsche Banklizenz genau hinsehen
Der Trick, der die meisten Steuerprobleme löst: ein zweites Konto, auf das bei jedem Zahlungseingang die Umsatzsteuer und die geschätzte Einkommensteuer sofort überwiesen werden. Wie viel das ist, sagt der Rücklagen-Rechner.

Für die GmbH: das Konto vor der Eintragung

Bei GmbH und UG braucht es das Konto vor der Handelsregisteranmeldung – das Stammkapital muss eingezahlt und der Nachweis dem Notar vorgelegt werden. Das Konto wird auf die Gesellschaft „in Gründung“ eröffnet, mit dem beurkundeten Gesellschaftsvertrag.

Rechne mit drei bis zehn Tagen für die Kontoeröffnung – bei Kapitalgesellschaften mit Legitimationsprüfung aller Gesellschafter oft länger. Das ist regelmäßig der langsamste Schritt der ganzen Gründung.

Und die IBAN auf der Rechnung

Die Bankverbindung ist keine gesetzliche Pflichtangabe nach § 14 UStG – aber ohne sie kann niemand zahlen. Was tatsächlich auf die Rechnung muss, steht auf Pflichtangaben.

Zwei Kleinigkeiten, die Geld schneller ins Haus bringen: Prüfe die IBAN einmal mit dem IBAN-Check – ein Zahlendreher kostet Wochen. Und leg einen GiroCode auf die Rechnung: Der Kunde scannt, das Formular ist ausgefüllt, der Verwendungszweck stimmt.

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ZackFertig prüft beim Tippen jede Pflichtangabe nach § 14 UStG, rechnet die Umsatzsteuer aus und macht daraus ein fertiges PDF. Ohne Konto, ohne Abo, unbegrenzt kostenlos – auch der Kleinunternehmer-Hinweis steht automatisch drin.

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Häufige Fragen

Ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Für GmbH, UG und AG ja. Für Einzelunternehmer, Freiberufler und GbR nicht – dort ist es eine Frage der Banken-AGB und der Praktikabilität.

Darf ich mein privates Konto nutzen?

Rechtlich als Einzelunternehmer ja. Die AGB der meisten Banken verbieten es allerdings, und bei einer Prüfung wird das gesamte Konto einsehbar.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Von 0 € bei Onlinebanken mit Bedingungen bis rund 30 € monatlich bei Filialbanken mit Bargeldservice. Entscheidend sind die Buchungsposten und die Bargeldkosten, nicht die Grundgebühr.

Brauche ich ein Geschäftskonto als Kleinunternehmer?

Keine Pflicht, aber dieselben drei Gründe gelten. Ein einfaches kostenloses Konto reicht dafür völlig.

Kann ich das Konto später wechseln?

Ja, aber es macht Arbeit: Lastschriftmandate, Kunden, Finanzamt und Verträge müssen umgestellt werden. Lieber einmal ordentlich wählen.

Rechtsgrundlagen

Diese Seite stützt sich auf folgende Vorschriften. Wir nennen sie, damit du selbst nachlesen kannst – nicht als Ersatz für eine Beratung im Einzelfall.

Diese Seite gibt den Stand vom August 2026 wieder und erklärt die Regel, nicht deinen Fall. Gründung berührt Steuer-, Sozial- und Gewerberecht auf einmal – für die verbindliche Auskunft sind Steuerberatung, Kammer und die zuständige Behörde da.

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